Passionskirche
Zu Gehör.t – eine Lesereihe
Eine Lesereihe zum Thema Zugehörigkeit in der Gesellschaft.
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28.11.
Fr 20.00
Emmy Ball-Hennings. Das Brandmal.
Ensemble La Vie e.V.
Passionskirche
Wir leben in einer Zeit des permanenten Wandels und der schnellen Veränderung. Zuhören, Gehört werden und „Dazu gehören“ schaffen Orientierung und Verständnis für den anderen, die Gesellschaft und schließlich sich selbst. Nur durch genaues Zuhören ist es uns möglich, wirklich zu verstehen. Was denkt und fühlt unser Gegenüber wirklich? Habe ich die Gedanken und Worte im Sinne des Erzählers erfasst?
In der heutigen Zeit scheint es immer schwerer zu sein, die richtigen Antworten herauszufiltern. Denn jeder Mensch ist durch seine Herkunft, seine persönliche Geschichte, seine Erfahrungen und Erlebnisse geprägt. Erst die Frage nach dem „Warum?“ macht die Handlungen und Gedankenwelt unserer Mitmenschen transparent. Hören wir dann den Antworten genau zu, fängt Verstehen an. Und Verstehen ist Lernen, Austausch, Weiterentwicklung – das gilt sowohl für die Hörenden als auch die Erzählenden.
Wo gehöre ich hin? Wie werde ich von meinem Umfeld „gehört“ und wahrgenommen? Wie nehme ich mein Umfeld wahr? Welche Auswirkungen hat die Gesellschaft auf mich? Wie wird mein Selbstbild durch die Ansichten meiner Umgebung beeinflusst? Um diese und weitere Fragen näher zu erörtern, hat die freie Theatercompany Ensemble La Vie e.V. drei Autor*innen ausgewählt, die sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema „Zu Gehör.t“ befasst haben. Die Lesereihe erstreckt sich über drei Abende. Pro Abend wird ein anderes Buch vorgestellt, das das Kernthema „Zu Gehör.t“ aus einer anderen Perspektive beleuchtet.
Fr., 26.09.25 Ödön von Horvath. Ein Kind unserer Zeit.
Mein Blick auf die Gesellschaft. Erzählt wird die Geschichte eines jungen Soldaten, der Stück für Stück von seiner Überzeugung der diktatorischen Führung abweicht.
Fr., 24.10. 25 Lena Christ. Erinnerungen einer Überflüssigen.
Der Blick der Gesellschaft auf mich. Der autobiografische Roman handelt von Lena Christs Leben als uneheliches Kind, den Misshandlungen durch ihre Mutter und ihrer Suche nach Selbstbestimmung und Glück in der patriarchalen, bayerischen Gesellschaft des beginnenden 20. Jahrhunderts.
Fr., 28.11.25 Emmy Ball-Hennings. Das Brandmal.
Mein Blick auf mich selbst geprägt durch die Gesellschaft. Ein weiteres Frauenschicksal aus der Zeit von 1900 bis 1920, das auch ein Jahrhundert später aufrüttelt. Der autofiktionale Roman zeigt das Leben der Wanderschauspielerin Dagny, die aufgrund Ihrer Armut zeitweise zum Hausieren und zur Prostitution gezwungen war. Erniedrigende Lebenserfahrungen, die ihr zum Brandmal wurden.
Beteiligte: Benjamin Hirt, Eric Jacob, Anja Neukamm, René Rothe, Pascale Ruppel, Üke Schilling, Martin Schülke, Ulrike Wagner und Franz Westner
Eintritt: 15 € voll / 12 € ermäßigt an der Abendkasse
Im Anschluss laden wir zu einer Gesprächs- und Diskussionsrunde ein.