Schöpfungsandachten
Wolken
Dunkle Wolken über der Gethsemanekirche – Gott sei Dank! Denn sie spenden Schatten und bringen Regen.
Angesichts der Klimakrise wissen wir auch in den wohlhabenden Ländern der nördlichen Halbkugel das wieder neu zu schätzen. Die Wahrnehmung hat sich geändert. Wir erkennen: Der Himmel muss nicht nur immer makellos blau sein. Regenwasser ist wichtig und keine Selbstverständlichkeit. Gutes Wetter ist nicht gleichbedeutend mit Sonnenschein.
Dürren und Überschwemmungen auch in unseren Breiten zeigen uns gleichermaßen, wie wichtig ein ausgewogenes Verhältnis von Trockenheit und Nässe für das Leben auf unserer Erde ist.
Und außerdem sind die Wolken auf diesem Bild gar nicht bedrohlich. Die Szenerie ist nicht nur düster. Hinter den Dächern ist zartes Blau zu erkennen, und der Kirchturm steht in sanftem Licht. Ein Hoffnungszeichen gegen die weit verbreitete Untergangsstimmung.
Die Wolken bringen kein Unheil. Sie sind wie die Sonne ein Geschenk des Himmels. Wir sollen deshalb auch im Blick auf unsere Zukunft nicht resignieren oder schwarzsehen, sondern dankbar sein, wenn es regnet. Gottes wunderbare Schöpfung ist auf Wasser angewiesen. Und wir sind es auch. Wie gut, wenn es regnet!
Danke, guter Gott, für die Wolken und den Regen!