Schöpfungsandachten
Gott spielen?
Schöpfung_Erde aus dem All
Das vergangene Jahr war das heißeste Jahr der Menschheit. Erstmals haben die globalen Temperaturen durchgehend das 1,5°-Ziel durchbrochen. Und jetzt im Jahr 2025? Die Wissenschaft sucht nach Auswegen. Das ist gut. Zum Glück gibt es Klimafolgenforschung.
Aber manche Wissenschaftler setzen auf die Manipulation des Klimas. Das Zauberwort heißt Geoengineering. So sollen etwa in der oberen Atmosphäre Schwefelpartikel, die kühlend wirken, ausgebracht werden. Wolken sollen künstlich aufgehellt werden, damit diese mehr Sonnenlicht in den Weltraum reflektieren. Und riesige Spiegel im All sollen die Hitze von unserem Planeten ablenken. Dutzende Millionen Euro würde das kosten. Und es hat unabsehbare Folgen, v. a. für die Testgebiete, die meistens in Entwicklungsländern liegen.
Kann das gut sein? Es ist der scheinbar beruhigende und ein bequemer Weg. Diese Forschung suggeriert, dass es eine leichte Alternative dazu gibt, aus den fossilen Brennstoffen auszusteigen und die Emissionen radikal zu senken. Es suggeriert, dass wir einfach so weitermachen können und unseren Lebensstil nicht ändern müssen. Es suggeriert, dass es für die Folgen unseres ausbeuterischen Tuns technische Lösungen gibt.
Kann dieser Allmachts- und Machbarkeitswahn gut sein? Oder spielen wir Menschen mit solchen Eingriffen in die Schöpfung Gott? Der unbequeme Weg ist die Änderung unseres Lebensstils in Gottes Namen. Das erfordert radikale Umkehr, Anstrengung, politisch, wirtschaftlich und von uns allen. Wir müssen neue Wege gehen. Und Gott wird mit dabei sein, wie es in einem bekannten Liedtext wunderbar und ermutigend formuliert ist.
"Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit!
Gott will, dass ihr ein Segen für sein Erde seid.
Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht,
der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht."
(Klaus Peter Hertzsch, EG 395)