Schöpfungsandachten
Himmlisches Farbenspiel
„Lieber Gott, der Sonnenuntergang, den du heute gemacht hast, war toll! Ich hab gar nicht gewusst, dass lila, purpurrot, orange und gelb so gut zusammenpassen! Danke!“ So betet das kleine Mädchen am Abend voller Freude. Und die Eltern staunen – über die tiefen Gefühle und die enge Verbindung ihres Kindes zu Gott, die da zum Ausdruck kommt. Und auch wieder neu über die Schönheit von Gottes Schöpfung.
Dieses Kind entdeckt in Gott einen großen Künstler. Das himmlische Farbenspiel nimmt es nicht einfach als selbstverständlich hin. Es staunt und ist begeistert. Es erkennt Gott hinter so einem schönen kurzen Naturphänomen. Und es vergisst das nicht, sondern bringt seine Dankbarkeit im Abendgebet zum Ausdruck. Ob die Eltern das auch so getan hätten? Vielleicht lernen sie ja auch in dieser Sache etwas von ihrem Kind, das kein Problem damit hat, vor Gott offen auszusprechen, worüber es sich so sehr freut.
Gott ist der größte Wissenschaftler
Das Kind hat ja recht. Gott ist der größte Wissenschaftler, der selber die Naturgesetze ins Leben gerufen hat. Er bringt Töne und Musik in unser Leben. Er beschenkt uns mit der Vielfalt menschlicher Sprachen und Kulturen. Und er ist auch der größte Maler und hat Sinn für Schönheit. Er zaubert die phantastischsten Farbkombinationen an den Himmel und schenkt uns unvergessliche Momente bei der Wahrnehmung der Natur.
Wir können uns das gerade von den Kindern immer wieder neu zeigen lassen. Und wenn wir das Staunen von ihnen wieder lernen, werden auch wir Gott im Gebet immer wieder von Herzen danken. Und wir werden Gottes Schöpfung nicht länger durch unseren Lebensstil misshandeln und zerstören, sondern uns mit aller Kraft für ihre Bewahrung einzusetzen – nicht zuletzt für die Kinder!