Andacht für die Schöpfung vom 12. September 2025
Koexistenz im Garten Gethsemane
Eigentum ist relativ.
Wem gehört unser schöner Garten Gethsemane?
Rechtlich der Gesamt-Kirchengemeinde. Von der Nutzung her Kindern und Jugendlichen, Erwachsenen und älteren Menschen. Eine grüne Oase für Geselligkeit und Action, Gespräche und Spiele, Spaß und Feiern.
Aber das ist nicht alles. Unser Gethsemane-Garten ist auch Heimat für so viele Tiere: Vögel aller Art - sogar Enten - Insekten, Igel, Eichhörnchen und auch Marder, Mäuse, Schnecken und so manch andere Nachtaktive. Sie bauen und brüten, sie sammeln Nahrung und transportieren ab, was immer sie brauchen können. Sie bieten beim Beobachten immer wieder ein unvorstell-bar abwechslungsreiches Programm. Da wird es niemals langweilig. Und das alles mitten in der Stadt - immer wieder höchst erstaunlich!
Eigentum ist relativ.
Für die Tiere spielt es keine Rolle. Sie kennen auch keine Grundstücks-Grenzen. Sie freuen sich einfach an gutem Lebensraum, wo immer sie ihn finden. Sie leben in friedlicher Koexistenz mit uns menschlichen Bewohnerinnen und Bewohnern, die mit ihnen diesen Garten nutzen.
"Alles, was wir besitzen, ist eine Anleihe von Gott."
- Carl von Linné (Arzt und Naturwissenschaftler)
Was für ein Vorbild! Wenn es doch auch uns Menschen gelänge, Grenzen abzubauen, Mauern einzureißen und in friedlicher Koexistenz auf diesem wunderbaren Planeten zu leben. Er bietet uns doch alles, was wir zum Leben brauchen, im Übermaß. Es ist Platz für alle. Gottes gute Schöpfung mit all ihren Tieren führt uns das so schön vor Augen!