Schöpfungsandachten

Zauber der Stille

Schöpfung-Bergkulisse im Sonnenuntergang am See

Winterliche Stille draußen am Starnberger See. Zauberhaftes Farbenspiel. Himmel und Erde, Luft und Wasser in Harmonie. Nur über den Bergen reißt der Himmel auf, golden leuchtend. Wunderschön.

Stille tut so gut. Unsere Welt ist lärmverseucht. Und oft ist das, was wir hören, nicht nur viel zu laut, sondern auch wegen des Gesagten oder Gebrüllten zum Weghören. Hass und Hetze, Wichtigtuerei und Aggression. Und auch ansonsten überall um uns herum ständige Beschallung. Viele Menschen wollen und können gar nicht mehr zur Ruhe kommen.

Wie wichtig wäre es deshalb, dem Zauber der Stille wieder nachzuspüren. Den Mund schließen, die Augen und Ohren öffnen. Staunen und Zuhören. Einfach mal schweigen kann auch ein Gebet sein. Und einfach mal lauschen. Hier am See etwa dem kräftigen Wind, den rauschenden Wellen, dem Geschnatter der Enten, dem Knirschen der Schritte im Schnee, dem Lachen eines Kindes. Was für eine Wohltat!

Wie gut, wenn wir dem Lärm entfliehen und uns dem Zauber der Stille hingeben können. So können wir wieder Kraft tanken. Und so kann auch unser unruhiges Herz mit allen Sorgen und Ängsten, die uns quälen, bei Gott zur Ruhe kommen.

Lassen Sie uns Gelegenheiten zur Stille entdecken und auch wahrnehmen. Seien wir einfach mal still. In Gottes Namen. Mit den Worten eines irischen Segens gesagt:

Geh deinen Weg ruhig
inmitten von Lärm und Hast
und wisse, welchen Frieden
die Stille schenken mag.